Letzte Aktualisierung: 9. Mai 2026
Allgemeine Geschäftsbedingungen von CoachReview
Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) regeln die Nutzung des Dienstes CoachReview. Das Dokument berücksichtigt die Anforderungen der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO), des Digital Services Act (DSA), der Verbraucherrechterichtlinie 2011/83/EU sowie des Telemediengesetzes bzw. des Digitale-Dienste-Gesetzes (DDG).
1. Begriffsbestimmungen
Betreiber – das Unternehmen, das den Dienst CoachReview erbringt. Die vollständigen Identifikationsangaben (Firma, Sitz, Handelsregister-Nummer, USt-IdNr., Kontakt-E-Mail und Beschwerdeadresse) werden vor dem Produktivstart ergänzt.
Dienst – die Webanwendung CoachReview einschließlich aller Schnittstellen.
Nutzer – eine natürliche Person mit voller Geschäftsfähigkeit, eine juristische Person oder eine rechtsfähige Personengesellschaft, die nach Anlegen eines Kontos den Dienst nutzt.
Verbraucher – ein Nutzer, der den Dienst zu Zwecken nutzt, die überwiegend weder seiner gewerblichen noch seiner selbstständigen beruflichen Tätigkeit zugerechnet werden können (§ 13 BGB).
Trainer – ein Nutzer, der den Dienst nutzt, um Profile von Schützlingen, Trainingsmaterialien und Video-Feedback zu verwalten.
Schützling – eine Person, deren Daten vom Trainer zur Erbringung der Trainingsleistung im Dienst gespeichert werden.
Vertrag – der zwischen dem Betreiber und dem Nutzer geschlossene Nutzungsvertrag über digitale Dienstleistungen.
2. Betreiber und Kontakt
Betreiber ist Marcin Jasiński, Anschrift: ul. Długa 75, 84-239 Bolszewo, USt-IdNr. 7742896892, eingetragen im polnischen Gewerberegister CEIDG, Kontakt-E-Mail: mindmotion.tech@gmail.com.
Nutzer können den Betreiber unter der genannten E-Mail-Adresse oder über das Feedback-Formular im eingeloggten Bereich kontaktieren.
3. Technische Voraussetzungen
Für die Nutzung des Dienstes werden ein internetfähiges Endgerät, ein aktueller Webbrowser mit JavaScript- und Cookie-Unterstützung, ein aktives E-Mail-Konto sowie für den Video-Upload eine ausreichende Bandbreite benötigt. Empfohlen werden aktuelle Versionen von Chrome, Firefox, Safari oder Edge.
Der Betreiber weist darauf hin, dass die Nutzung elektronischer Dienste typische Risiken öffentlicher Netze birgt, etwa Schadsoftware oder das Abfangen von Daten. Der Betreiber setzt dem entgegen Schutzmaßnahmen wie TLS-Verschlüsselung der Übertragung und das Hashen von Passwörtern ein.
4. Art und Umfang der Leistung
CoachReview ist ein Werkzeug für Trainer und ermöglicht insbesondere die Verwaltung von Schützling-Profilen, Trainingsnotizen, Materialien, Verfügbarkeitsplänen, eines öffentlichen Profils, die Anfragebearbeitung sowie das Hochladen und Kommentieren von Videoaufzeichnungen.
Der Dienst ist kein Medizinprodukt und ersetzt keine medizinische, rechtliche, finanzielle oder psychologische Beratung. Inhalte des Dienstes sind ausschließlich informatorisch und organisatorisch.
Der Betreiber greift nicht in die Beziehung zwischen Trainer und Schützling ein. Der Trainer ist allein für die Qualität und Rechtmäßigkeit der eigenen Leistungen verantwortlich.
5. Vertragsschluss und Konto
Der Vertrag kommt mit Anlegen des Kontos und Annahme dieser AGB zustande. Konten dürfen nur von Personen angelegt werden, die mindestens 18 Jahre alt und voll geschäftsfähig sind.
Der Nutzer ist verpflichtet, wahre und aktuelle Angaben zu machen, das Passwort vertraulich zu behandeln und Kontozugang nicht weiterzugeben. Bei Verdacht auf unbefugten Zugriff ist der Betreiber unverzüglich zu informieren.
Der Betreiber kann ein Konto bei wesentlichen Verstößen gegen die AGB, Sicherheitsvorfällen, Schädigung anderer Nutzer oder auf Anordnung einer zuständigen Behörde sperren oder löschen. Der Nutzer wird über Gründe und Rechtsmittel gemäß DSA informiert.
6. Tarife, Preise und Abrechnungswährung
Der Dienst kann einen kostenlosen Plan und kostenpflichtige Abonnements (monatlich oder jährlich) anbieten. Funktionsumfang, Limits und Bruttopreise (inkl. ggf. anfallender Umsatzsteuer) werden auf der Preisseite und vor Abschluss des Bestellvorgangs angezeigt.
Die Abrechnungswährung wird vor der ersten Zahlung gewählt und gilt für alle weiteren Abrechnungszeiträume. Eine Änderung nach der ersten Zahlung erfordert die Kontaktaufnahme mit dem Betreiber.
Abonnements verlängern sich automatisch, sofern die automatische Verlängerung nicht spätestens am Tag vor Ablauf des laufenden Zeitraums deaktiviert wird. Der Betreiber informiert über bevorstehende Verlängerungen, soweit dies gesetzlich vorgeschrieben ist.
6a. Speicherlimits, Aufbewahrung und Papierkorb für Videos
Jeder Tarif legt einen Gesamt-Speicher für Videos sowie den Zeitraum fest, in dem ein veröffentlichtes Video verfügbar bleibt. Aktuelle Werte für die Tarife Solo und Pro:
Solo: bis zu 50 GB Gesamtspeicher für Videos, maximal 1 GB pro Datei, veröffentlichte Videos sind 6 Monate ab dem Veröffentlichungsdatum verfügbar.
Pro: bis zu 250 GB Gesamtspeicher für Videos, maximal 1 GB pro Datei, veröffentlichte Videos sind 12 Monate ab dem Veröffentlichungsdatum verfügbar.
Bei Erreichen des Speicherlimits werden weitere Uploads gesperrt, bis Platz freigegeben oder der Tarif höhergestuft wird. Der Betreiber benachrichtigt den Trainer per E-Mail, wenn 80 %, 90 % und 100 % des Limits erreicht werden; eine erneute Benachrichtigung erfolgt erst, wenn die Auslastung unter 70 % fällt und die Schwelle erneut überschritten wird.
Unveröffentlichte Videos (Entwürfe) werden 30 Tage nach Erstellung automatisch gelöscht, wenn sie nicht veröffentlicht wurden. Eine separate Vorwarnung erfolgt nicht, da Entwürfe Test- oder Vorbereitungsmaterial sind.
Nach Ablauf der Verfügbarkeitsdauer (6 oder 12 Monate ab Veröffentlichung, je nach Tarif) wird das Video automatisch in den Papierkorb verschoben. Der Betreiber benachrichtigt den Trainer 7 Tage vor diesem Datum per E-Mail unter Angabe des Videotitels und des Datums. In dieser Zeit kann der Trainer eine Kopie herunterladen oder den Tarif höherstufen, um die Verfügbarkeit zu verlängern.
Videos im Papierkorb bleiben 30 Tage ab dem Datum, an dem sie in den Papierkorb gelangt sind, wiederherstellbar. Nach Ablauf dieser Frist werden sie zusammen mit der zugehörigen Datei im Objekt-Speicher (Cloudflare R2 oder Amazon S3) endgültig gelöscht. Eine endgültige Löschung ist unumkehrbar.
Videos im Papierkorb werden nicht auf das Speicherlimit des Tarifs angerechnet. Die Wiederherstellung aus dem Papierkorb setzt voraus, dass im aktuellen Tarif genügend freier Speicher vorhanden ist; andernfalls ist die Wiederherstellung erst nach Freigabe von Platz möglich.
Eine Tarifherabstufung (z. B. von Pro auf Solo) reduziert das Speicherlimit. Übersteigt die aktuelle Nutzung das neue Limit, gewährt der Betreiber dem Trainer eine Karenzzeit von 30 Tagen ab dem Tag der Tarifänderung, in der dieser die Nutzung manuell reduzieren oder zurück auf den höheren Tarif wechseln kann. Über den Beginn der Karenzzeit wird per E-Mail informiert. Nach Ablauf der Karenzzeit werden die ältesten veröffentlichten Videos automatisch in den Papierkorb verschoben, beginnend mit den frühesten Veröffentlichungen, bis die Nutzung in das neue Limit passt; auf diesem Weg in den Papierkorb verschobene Videos durchlaufen die übliche 30-Tage-Frist vor der endgültigen Löschung.
Eine Tarifhöherstufung (z. B. von Solo auf Pro) erhöht das Speicherlimit und verlängert die Verfügbarkeitsdauer neu veröffentlichter Videos. Videos, die vor der Tarifänderung abgelaufen und bereits endgültig gelöscht wurden, werden nicht wiederhergestellt. Videos, die sich noch innerhalb der 30-Tage-Frist im Papierkorb befinden, können gemäß den allgemeinen Regeln wiederhergestellt werden.
Speicherlimits und Verfügbarkeitsdauern können vom Betreiber geändert werden. Wesentliche Änderungen, die die Rechte des Trainers einschränken, werden gemäß Punkt 14 mit mindestens 14-tägiger Vorankündigung mitgeteilt.
7. Zahlungen
Zahlungen werden durch den Zahlungsdienstleister Stripe Payments Europe, Ltd. und verbundene Unternehmen abgewickelt. Vollständige Kartendaten werden ausschließlich von Stripe verarbeitet; der Betreiber erhält nur die zur Abwicklung erforderlichen technischen Informationen.
Rechnungen werden elektronisch ausgestellt und im Abrechnungsbereich bereitgestellt. Mit Annahme dieser AGB stimmt der Nutzer der elektronischen Rechnungsstellung zu.
8. Widerrufsrecht (Verbraucher)
Verbraucher haben gemäß §§ 312g, 355 BGB das Recht, den im Fernabsatz geschlossenen Vertrag innerhalb von 14 Tagen ohne Angabe von Gründen zu widerrufen. Der Widerruf ist durch eindeutige Erklärung an die Kontaktadresse des Betreibers zu erklären; ein Muster-Widerrufsformular ist im Hilfebereich verfügbar.
Bei digitalen Dienstleistungen erlischt das Widerrufsrecht, wenn die Leistung vollständig erbracht wurde und der Verbraucher zuvor ausdrücklich zugestimmt hat, dass mit der Ausführung vor Ablauf der Widerrufsfrist begonnen wird, und seine Kenntnis vom Verlust des Widerrufsrechts bestätigt hat (§ 356 Abs. 5 BGB).
Wird der Vertrag während der Widerrufsfrist genutzt und anschließend wirksam widerrufen, kann der Betreiber den anteiligen Wert der bis zum Widerruf erbrachten Leistung einbehalten. Der Restbetrag wird innerhalb von 14 Tagen über das ursprüngliche Zahlungsmittel erstattet.
9. Nutzerinhalte und Lizenz
Der Nutzer behält alle Rechte an den von ihm in den Dienst eingestellten Inhalten, Materialien, Aufzeichnungen und Daten (Nutzerinhalte). Der Nutzer räumt dem Betreiber eine nicht ausschließliche, vergütungsfreie und auf das Servicegebiet beschränkte Lizenz zur Speicherung, Vervielfältigung und Anzeige der Nutzerinhalte ein, ausschließlich zum Zweck der Erbringung des Dienstes.
Der Nutzer versichert, dass er über alle erforderlichen Rechte verfügt, einschließlich der Berechtigung, Schützling-Daten oder Werke Dritter zu verwenden. Der Trainer ist verantwortlich, eine geeignete Rechtsgrundlage (z. B. Einwilligung, Vertrag, berechtigtes Interesse) für die Verarbeitung von Schützling-Daten zu besitzen.
10. Verbotene Inhalte und Meldeverfahren (DSA)
Untersagt ist das Hochladen rechtswidriger Inhalte, insbesondere Inhalte, die Urheberrechte, Persönlichkeitsrechte, personenbezogene Daten, Geschäftsgeheimnisse oder gewerbliche Schutzrechte verletzen, diskriminierende oder gewaltverherrlichende Inhalte, Material sexuellen Missbrauchs Minderjähriger, Schadsoftware, Spam oder Phishing-Inhalte.
Nach dem DSA kann jede Person dem Betreiber Inhalte melden, die sie für rechtswidrig hält. Die Meldung erfolgt über das Feedback-Formular oder die Kontakt-E-Mail. Sie soll eine Begründung, den Speicherort der Inhalte und Kontaktangaben enthalten. Der Betreiber prüft Meldungen ohne unangemessene Verzögerung, informiert die Beteiligten über Entscheidung und Rechtsgrundlage und weist auf Rechtsbehelfe einschließlich außergerichtlicher Streitbeilegung hin.
11. Beschwerden
Beschwerden zum Dienst können per Kontakt-E-Mail oder über das Feedback-Formular eingereicht werden. Die Beschwerde sollte Nutzerangaben, eine Schilderung des Sachverhalts und den gewünschten Lösungsweg enthalten.
Der Betreiber bearbeitet Beschwerden innerhalb von 14 Tagen nach Eingang. Ist eine längere Bearbeitung erforderlich, wird der Nutzer über die voraussichtliche Bearbeitungszeit informiert.
12. Außergerichtliche Streitbeilegung (Verbraucher)
Die Europäische Kommission stellt eine Plattform zur Online-Streitbeilegung (OS) bereit, die unter https://ec.europa.eu/consumers/odr erreichbar ist.
Der Betreiber ist nicht verpflichtet und nicht bereit, an einem Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen, sofern dies nicht gesetzlich vorgeschrieben ist. Eine etwaige Teilnahmebereitschaft wird auf der Kontaktseite angegeben.
13. Haftung und Verfügbarkeit
Der Betreiber bemüht sich um eine durchgehende Verfügbarkeit des Dienstes und kann geplante Wartungsfenster mit angemessener Vorankündigung sowie ungeplante Wartungen zur Behebung von Störungen oder Sicherheitsbedrohungen durchführen.
Bei leichter Fahrlässigkeit haftet der Betreiber gegenüber Unternehmern nur für die Verletzung wesentlicher Vertragspflichten und der Höhe nach begrenzt auf den vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden. Die Haftung für Vorsatz, grobe Fahrlässigkeit, Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit sowie nach dem Produkthaftungsgesetz bleibt unberührt. Gegenüber Verbrauchern gelten die gesetzlichen Vorschriften.
14. Änderungen der AGB
Der Betreiber kann die AGB aus wichtigem Grund ändern, etwa bei geänderter Rechtslage, geänderten Funktionalitäten, Preisanpassungen oder Verbesserungen der Sicherheit. Über Änderungen wird mindestens 14 Tage vor Wirksamwerden per E-Mail und im Dienst informiert.
Stimmt der Nutzer den Änderungen nicht zu, kann er den Vertrag mit sofortiger Wirkung vor Inkrafttreten der Änderungen kündigen. Eine Weiternutzung gilt als Zustimmung.
15. Vertragsbeendigung
Der Nutzer kann sein Konto jederzeit in den Einstellungen löschen oder löschen lassen. Mit der Löschung endet der Vertrag und die zugehörigen Daten werden entfernt; ausgenommen sind Daten, deren Aufbewahrung gesetzlich vorgeschrieben oder zur Geltendmachung von Ansprüchen erforderlich ist.
Der Betreiber kann den Vertrag mit einer Frist von 30 Tagen aus organisatorischen Gründen oder bei dauerhafter Einstellung des Dienstes kündigen.
16. Anwendbares Recht und Gerichtsstand
Auf den Vertrag findet das Recht des Sitzes des Betreibers Anwendung. Verbraucher genießen den Schutz zwingender Vorschriften ihres gewöhnlichen Aufenthaltsstaats nach Art. 6 Rom-I-Verordnung.
Gerichtsstand für Streitigkeiten mit Unternehmern ist der Sitz des Betreibers, soweit gesetzlich zulässig.